Windcatcher und ich

Wir haben uns getrennt, Windcatcher und ich. Aus. Vorbei. Leider. Wir passten nicht zusammen.

Windcatcher HäkelmonsterDabei war ich so begeistert als ich den Aufruf zum Teststrick gesehen habe. Sogar das perfekte Garn für das Top schien in meinen Vorräten zu sein. Aus dem ersten Strang ein Knäuel zu wickeln, die passende Nadel zu wählen und anzuschlagen war eins. Auch das Stricken ging zuerst (fast) wie von alleine, aber schon beim Muster lief es dann nicht mehr … Trotzdem habe ich das Top zu Ende gestrickt, gespannt, photographiert und Pia gezeigt.

Windcatcher HäkelmonsterSeither lag es schön gefaltet auf der Kommode im Schlafzimmer.

Bis eben. Dann habe ich alles aufgeribbelt. Die Fäden waren noch nicht vernäht, deshalb ging das fix und das war gut. Nicht dass ich noch nie geribbelt hätte (habe ich durchaus), aber tatsächlich noch nie etwas Fertiges. Und da hatte ich schon Sorge wie das sein würde. War aber unbegründet. Es fühlt sich gut an!

Windcatcher HäkelmonsterVielleicht weil ich vorher so lange drüber nachgedacht hatte. Manchmal will man will ich Dinge, die nicht sind. Ich wollte unbedingt, dass Garn und Anleitung zusammenpassen. Taten sie aber nicht. Die Struktur der Seide ließ das irgendwie nicht zu. Das war nichts mit dem Lacemuster an der Seite. Gestrickt habe ich trotzdem. Und bei allem nicht gesehen sehen wollen, dass dieses Top überhaupt nicht zu mir passt. Es sah einfach nicht gut aus.

Guckt Euch an, wie gut es der Designerin steht, dann wisst Ihr was ich meine.

Windcatcher HäkelmonsterWozu Ferien doch gut sind! Die Erkenntnis kam mir in Frankreich, mit den Füßen im Wasser: Tussah Tweed ist zu schade, um verstrickt auf meiner Kommode rumzuliegen. Blieb also nur ribbeln. Zum Glück hatte ich dann auch gleich eine Idee, was ich mit dem Garn statt dessen machen könnte. Aber erst, wenn mindestens ein anderes Projekt fertig ist. Mal sehen, wie lange ich mich an diesen Vorsatz halte …

Geht Euch das auch manchmal so, dass Garn und / oder Anleitung einfach nicht wollen? Mal sehen, wie der 2. Versuch ausgeht 🌱

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10 Kommentare zu “Windcatcher und ich

  1. mir gefiel es an sich gut, dieses Grün ist nur überhaupt nicht meine Farbe und ja ich hatte auch schon so „Anfälle“ – einen fertigen Drachenschwanz geribbelt, weil er zu lang und dünn war und mit selbst entsprechend abgewandelter Anleitung nochmals gestrickt, jetzt mag ich ihn. Das zweite Knäuel habe ich 2x angestrickt und wieder aufgetrennt bis es im Samadhi seine Bestimmung fand und jetzt liebe ich es. Aber meistens verschenke ich die Sachen, die für mich dann nicht perfekt sind – für andere aber schon.

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  2. Ich hab gerade ein Sommertop fertiggestellt und erst nach dem zusammennähen gemerkt, dass es VIEL ZU GROSS geworden ist. Keine Ahnung, wie das passieren konnte! Aber so muss ich jetzt auch ein fertiges Kleidungsstück wieder aufribbeln. Hoffentlich empfinde ich das wie Du als befreiend…und nicht nur als frustrierend!
    Liebe Grüße, Katha

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    • urgs … zusammengenäht ist gar nicht schön. Da hatte ich es einfach(er). Ich musste nur beherzt am unvernähten Fädchen ziehen. Sei tapfer und dann machst Du was ganz Tolles aus dem geribbelten Garn 😬

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  3. Pingback: (Zu lange?) auf den Nadeln | häkelmonster.de

  4. Eine tapfere und gute Entscheidung! Das Lacemuster geht in dem Garn in der Tat total unter. Mir passiert das auch gelegentlich, dass das Garn das Muster torpediert. Allerdings ziehe ich meist schon früher den Stecker (bzw. die Nadeln …).
    Liebe Grüße,
    Ute

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  5. Tatsächlich hatte ich das schon zweimal mit demselben Garn. Mintfarbene Baumwolle, dafür recht stabil, wurde zuerst ein Kleid. Wunderschön, aber zu mir und meinem Leben einfach nicht passend, genau einmal getragen. Das habe ich dann vor kurzem geribbelt und einen Pullover angefangen, aber irgendwie wollte es nicht wuppen. Muster irgendwie doof und irgendwie fühlte es sich nicht richtig an. Also nochmal geribbelt und einen ganz schlichten Pullover angefangen und siehe da, es flog quasi von den Nadeln. Seitdem ribbel ich eigentlich ganz gerne auch fertige Stücke auf. Manchmal merkt man erst spät, dass die Teile nicht genutzt werden, und dann ist es schön, dem Garn noch eine zweite Chance zu geben. Ein Shirt ist dadurch zu einem Top geworden, ein Schal liegt noch in meinem Korb bereit um geribbelt zu werden.
    Ich bin gespannt, was du aus dem Garn machst, die Farbe stelle ich mir an dir jedenfalls schön vor!

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