Test-Strick: Bright Above Me

Die gefallene Kirsche, der neue Basketballkorb, Motten – über alles Mögliche habe ich in letzter Zeit gebloggt. Über das Stricken eher weniger. Höchste Zeit, das nachzuholen.

Zumal mein Bright Above Me (längst!) fertig ist. Seit geraumer Zeit liegt er nun schon hier und daran wird sich auch für eine Weile nichts ändern. Denn zum Glück ist es warm und wird jeden Tag wärmer – da ist ein Pullover aus Léttlopi definitiv das falsche Kleidungsstück. Schon schade irgendwie …

Bright-Above-Me Häkelmonster
vor dem Spannen (und noch zu groß für den Sohn)

Denn er ist genauso geworden, wie ich ihn haben wollte. Ich bin richtig glücklich mit dem Ergebnis: Mit den Farben, dem Garn, der Anleitung, der Passform. Es passt einfach alles.

Wer die Anleitung kennt und das Bild genauer ansieht, wird sehen, dass ich sie „rückwärts“ gelesen habe: ich habe den Pullver nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben gestrickt. Nicht zuerst die Passe, sondern erst Körper und Arme. Der Grund war simpel: ich mag es lieber. Irgendwie strickt es sich dann zum Ende hin leichter (und schneller). Ausserdem bilde ich mir ein, dass es den Spitzen der Sterne besser steht.

Bright-Above-Me Häkelmonster
nach dem Spannen

Alles andere ist genau nach Anleitung.

Damit freue ich mich zwar immer noch nicht auf kommende Kälte in Herbst und Winter, aber es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich sie dann leichter ertrage ; )

Bright-Above-Me Häkelmonster

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Birkin-Pullover

Sonntag habe ich meine Handtasche im Haus meiner Eltern vergessen. Gemerkt habe ich das viel zu spät. Umkehren war keine Option, weil ich unbedingt (unbedingt!) pünktlich zum Spiel des Sohnes wieder in Berlin sein wollte. Also nicht zurück nach Halle / Sachsen-Anhalt, sondern in die Halle in Neukölln.

Für den Moment war das genau die richtige Entscheidung. Nur ahnte ich nicht, wie lange es in der Woche vor Weihnachten dauern würde, ein Päckchen von Halle nach Berlin zu schicken (Verdrängung …).

Sachsen-Anhalt – Land der Frühaufsteher … seit Sonntag habe ich (dank meiner Schwester ♥) eine Auftragsbestätigung des Paketdienstes. Seither wurde die Sendung erst im Verteilzentrum sortiert, dann im Logistikzentrum.

Montag … Dienstag … Mittwoch … Donnerstag … ohne Fahrzeugpapiere (sind in der Tasche) … ohne Monatskarte (ist in der Tasche) … ohne EC-Karte (ist in der Tasche) und – am schlimmsten – … ohne Gedächtnis: ein kleines Buch, in das ich schreibe, was ich nicht vergessen will (ist auch in der Tasche).

Telefon und Schlüssel waren zum Glück im Mantel.

Mittlerweile bin ich allerdings weihnachtlich tiefenentspannt. Es hat was Befreiendes ohne Geld zu sein („Einkaufen? Sorry – keine EC-Karte. Kannst Du das nicht machen?“) und ohne Fahrzeugpapiere („Abholen? Nee, nimm mal lieber die U-Bahn. Ich habe keine Papiere.“) Weihnachtsgeschenke waren auch alle schon gekauft, gestrickt, verschickt. Alles gut also. Alles — wäre da nicht die Wolle, die ich mir schenken wollte, um mit Kathi den Birkin-Pullover zu stricken …

Birkin boylandknitworks Häkelmonster
pattern ©boylandknitworks, 2017 / photo ©Jonna Hietala

Aber nachdem Kathi eh noch den (dieses Mal wirklich) allerschönsten Adventskalender strickt, und nachdem auch bei mir weder die grüne Jacke, noch der blaue Schal, noch die Socken auch nur einen Zentimeter länger geworden sind, ist es wahrscheinlich viiiel schlauer (wenn auch weniger spannend) 2017 erst zu Ende zu stricken und nichts Neues anzufangen … Deshalb weiter tiefenentspannt 😉

Was wird Dein erstes Projekt in 2018?

 

Ein Norweger aus Georgia

Mir war, als hätte ich schon erzählt, dass der Rudelstricken-Pullover für den Sohn (längst) fertig ist. Aber wenn ich mir meinen Blog so ansehe, stimmt das nicht 😳.

Deshalb hier und jetzt und offiziell: Pullover Sondre aus dem norwegischen Klompelompe-Strickkalender ist fertig.

Und alles ist gut: ich konnte das Garn – Goergia von LangYarns – nachkaufen, die Anleitung hat wunderbar funktioniert und der Pullover passt.

Der Sohn ist glücklich und ich bin es auch. Deshalb gibts heute auch mal mehr Bilder als sonst 💙.

Hätte ich nicht so unfassbar viel auf den Nadeln zur Zeit (2 eigene Projekte, 2 x #geheimgeheim für Marisa und nicht zuletzt Sophias Babyhose), würde ich sofort ein neues, irgendwie mehrfarbiges Projekt anfangen. Und sei es nur, um weiter Teil des Rudels zu sein. Es hat mir so viel Spaß gemacht mit Euch – danke!

LINKe Maschen

Ist es eigentlich der oder das Link? Mein Gefühl sagt der, überall lese ich das … Wie dem auch sei, ein Link hat mich gerade mal wieder richtig gefreut. Gefunden habe nicht ich es, sondern Kathi, deren Blog My-Ling ich mir angesehen habe, nachdem wir uns beim YarnCamp am vergangenen Wochenende in Frankfurt kennengelernt haben.

Viele superschöne Bilder, viele Ideen, viel Schwedisches und mittendrin dann dieser Adventskalender. Ist der nicht schön?!

© DaleGarn
© DaleGarn

Ja, es ist erst September, draußen sind 20°C und heute morgen war es hell als ich aufgestanden bin.  Bis Weihnachten dauert es noch eeeewig und doch … 24 kleine Fäustlinge mit 24 verschiedenen Norwegermustern stricken sich nicht über Nacht.

Ohne es jetzt also den Supermärkten mit ihrem Weihnachtsangebot ab Schulbeginn nachtun zu wollen, kommt hier dennoch der Hinweis: wer den Adventskalender stricken möchte hat noch 75 Tage Zeit. Fünfundsiebzig Tage. Dann bleibt noch genau 1 Tag, um ihn zu befüllen, damit er pünktlich am 1. Dezember hängt.

Die englische oder norwegische Anleitung gibt es kostenlos bei Ravelry.

Die schönsten Bilder des fertigen Kalenders hat Kathi auf ihrem Blog. Geht am besten gleich mal gucken.